Motivation

 
Wie ich Film lieben gelernt habe
 
Mein Name ist Erik van Schoor und ich liebe Filme. Eines der ersten Bücher, das ich gelesen habe, war „Die Chronik des Films“. Die Filmgeschichte von 1895 bis 1993 wird ausführlich darin behandelt. Mit jeweils einem Absatz beschrieben und einem einzelnen Szenenfoto oder Plakat bebildert, werden etwa 50 Filme pro Jahr besprochen. So fing ich an, mir mit sieben Jahren allerhand Fragen zu stellen.
 
Welcher Gefahr steht der Mann mit Hut und Peitsche gegenüber? Was richtet dieser große Hai wohl an? Wer ist Rocky und warum sieht er so aus wie Rambo? Ist das ein Ritter mit Schwert und Flügeln? Der Tyrannosaurus Rex sieht so echt aus! Wie haben die das gemacht? Oftmals ging es in eine vollkommen andere Richtung wie ich angenommen hatte und noch häufiger wurde ich überrascht von den grandiosen Geschichten die sich hinter den Standfotos verbargen.
 

TheMovieArtist

Die erste Filmszene die ich in meinem Leben gesehen habe, stammt aus „Winnetou I“ und ist der Angriff der Apachen auf Roswell. Bis dahin gab es „Unser Sandmännchen“ oder „Die Sendung mit der Maus“, doch Winnetou war etwas ganz anderes! Ich war beeindruckt davon, welche Sogwirkung die bewegten Bilder mit Musik erzielen konnten! Eine neue Welt hat sich mir offenbart. Winnetou und Old Shatterhand wurden meine Kindheitsidole!
 
Mit acht Jahren nahm mein Vater mich das erste Mal ins Kino. Der Ort, an dem der Film so groß auf der Wand zu sehen ist, dass sich das Bild über die Ecken erstreckt. So dachte ich jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt. Die Größe der Leinwand erwies sich zunächst kleiner als erwartet. Doch dann ging das Licht aus und der Film begann: es ist Nacht, unheilvoll schwillt Jerry Goldsmiths Musik an, da erstürmen Hunnen die chinesische Mauer. In letzter Sekunde können die Leuchtfeuer als Warnung entzündet werden. Nun weiß ganz China, dass sie hier sind …
 
Disneys „Mulan“ sollte mir als erster Film die Kraft und Energie vermitteln, die ein Kinobesuch mit sich bringt. Geschichten überlebensgroß auf einer Leinwand! Fantastisch! Der Wunsch, Filme zu erschaffen und Geschichten mit bewegten Bildern zu erzählen, wurde in mir erweckt. Das will ich auch machen, Papa.